Recycling und Upcycling in Glasdesign und Glaskunst

Werke von Barbara Ebner von Eschenbach, Annelie Grund, Leif Hauge, Jesper Jensen, Milena Kling, Anett Krumbein, Marco Merkel, Hanna Rexer, Karina Wendt und Heinrich Weid beleuchten ein aktuelles Thema in Design und Kunst: Upcycling als Verwendung von Abfall als Material für die Herstellung hochwertiger und nachhaltiger Produkte und Kunstgegenstände. In der Glasherstellung hat diese Praxis eine lange Tradition und das Ziel Energie zu sparen. Die Baruther Glashütte selbst stand um 1800 kurzzeitig still, weil sie keine Lieferungen von Glasbruch erhielt, der die Schmelztemperatur gesenkt hätte. Gegenwärtig werden ausgediente Flaschen ebenso wie Flachgläser aber in der Formfindung bewusst eingesetzt, um dem Objekt Gebrauchsspuren, ökologische Nachhaltigkeit und historische Tiefe zu verleihen und ihm so einen unverwechselbaren Charakter zu geben. Auch die Materialkombination des Glases mit anderen gefundenen Materialien vermitteln einige Exponate. Die Stücke der Glasmacher, Designer und Künstler aus Schweden, Dänemark und Deutschland stammen weitgehend aus der Sammlung des Museums. Die moderne Praxis des Recylings und Upcyclings hat mehrere der beteiligten Künstler in das Glasstudio im Museum Baruther Glashütte geführt, wo sie gute Rahmenbedingungen für die Fertigung der Stücke vorfinden. Recycling und Upcyling sind wichtige Phänomene der Studioglas- Bewegung, die seit 50 Jahren besteht und an kleinen Öfen trendige Produkte schafft. Die Wiederverwendung von Abfall ist auch Ausdruck einer kreativen do-it-yourself-Bewegung: Recylinglas »Marke Eigenbau«.

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet, vom 20.9.-31.10.2014 in der Zeit von 10 - 17.30 Uhr und vom 1.11. - 16.11.2014 in der Zeit von 10-15.30 Uhr.

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