»HUN = Menschen«  – Zwischen Freiheit und Bedrängnis

»HUN = Menschen« – Zwischen Freiheit und Bedrängnis

»HUN = Menschen« – Zwischen Freiheit und Bedrängnis

Otgonbayar Ershuu, OTGO, Jg. 1981, studierte an der Universität der Künste in Berlin und ist heute ein international anerkannter Maler. Vor seiner Akademieausbildung in Deutschland wirkte  er in seinem Heimatland als Miniaturmaler. Die religiösen Auftragsarbeiten ermöglichten OTGO gerade durch ihre klaren Regeln und einen engen Bezug zur Tradition eine Reifung und Etablierung als Maler der Moderne und wirken bis in seine gegenwärtigen Werke hinein. Es ist eine Entwicklung von der religiösen Auftragskunst zur zivilisationskritischen monumentalen Acrylmalerei erkennbar.

Das selten gezeigte riesige Rollbild »Hun« repräsentiert OTGOs aktuelle Schaffensphase. Es wirkt wie eine textile Struktur aus Myriaden von Einzelgestalten: Menschen fressen einander und bekämpfen Löwen, daneben sehen wir Bären und Elefanten, die, in Ihrer Erhabenheit bedrängt, als »Könige der Tiere« verdrängt werden. Die traditionsgemäß ohne Lupe gemalten Figuren OTGOs fügen sich zu einem Pixel-Gewebe zusammen, das von großer Farbenpracht und Fernwirkung ist. Vier weitere großformatige Tafelgemälde »Daavuu« betören durch Farben und Motivik, die die Natur und ihre Gefährdungdarzustellen scheinen. »Vater Himmel« und »Mutter Erde« als naturreligiöse Gottheiten sind bedroht.

Die Ausstellung »HUN = Menschen« wird gezeigt im Rahmen der Partnerschaft zwischen Baruth/Mark und der Stadt Morun in der Nordwest-Mongolei. OTGOs Malerei ist selbst Botschafter mongolischer Kultur, deren Vermittlung anlässlich des vierzigjährigen Jubiläums der mongolisch-deutschen diplomatischen Beziehungen ein wichtiges Anliegen ist.

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