Schöne schlaue Arbeitswelt

1. Juli bis 17. September 2017 im Ausstellungshaus des Museum Baruther Glashütte

Die Ausstellung der DASA Arbeitswelt-Ausstellung entführt in virtuelle Welten: Denkende Büros, schlaue Schutzkleidung oder helfende Datenbrillen. Das ist längst kein Stoff mehr für Science Fiction-Filme. Kleinste vernetzte Technologie umgibt uns im Alltag bereits überall. Sie unterstützt uns selbstständig – versteckt und unbemerkt in Gegenständen oder Räumen. Welche Möglichkeiten sich durch die unsichtbaren Helfer ergeben, wie die Forschung zu neuester Technik aussieht und ob Technik überhaupt „intelligent“ sein kann, zeigt die neue Schau „Schöne schlaue Arbeitswelt. Die Ausstellung zu „Ambient Intelligence“ der DASA Arbeitswelt in Dortmund ist im Sommer 2017 im Museum Baruther Glashütte zu sehen.  Sie präsentiert in mehreren Bereichen von der Kleidung bis zur Datenbrille in der Zeit vom 1. Juli bis 17. September 2017, was intelligente Technik alles leistet. Das Denkmalensemble der Baruther Glashütte und der neue Status des Immateriellen Kulturerbes für die Manuelle Glasfertigung bilden den Hintergrund für die Sonderausstellung. Uralte Handwerkstraditionen und ein archaische Asbestanzug der Glashütter Schürer stehen im deutlichen Kontrast zur modernen Hitzeschutzbekleidung mit eingebauten Chips und der modernen schweißlosen Arbeitswelt – Museen sind Orte der Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen.

Noch ist die vollständige intelligente Umgebung, man spricht von „Ambient Intelligence“, eine Vision. Doch an ihrer Verwirklichung arbeiten derzeit Forschungsinstitutionen in aller Welt. Ob sich von Geisterhand bewegende Rollläden, Autos ohne Fahrer oder einkaufende Kühlschränke: Unsere Umgebung lernt, zunehmend vernetzt und eigenständig zu „denken“. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersucht die Auswirkungen derartiger Technologien auf den Menschen und seine Arbeit. So schillernd es sein mag, via Datenbrille die gesamte Welt buchstäblich im Auge zu haben, so wenig erforscht sind die gesundheitlichen Aspekte. Zu diesem Zweck ermittelt die BAuA Belastungen in nachgestellten Arbeitssituationen. Die Wissenschaftler untersuchen, in welchen Arbeitsbereichen der Einsatz intelligenter Technologien sinnvoll ist und welche körperlichen und geistigen Folgen entstehen können. Auch Herausforderungen, etwa in punkto Datenschutz, stehen auf dem Prüfstand. Als Teil der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat die DASA nun den Stand der Dinge zur Ausstellung gebracht. Auf 90 Quadratmetern Fläche erkunden die Besucher futuristische Würfel, die es in sich haben. Die Kuben stellen die verschiedenen Einsatzgebiete der Ambient Intelligence vor. Für eine schlaue Atmosphäre sorgen Lampen, die miteinander „reden“ können.

Dabei geht es etwa um technische Voraussetzungen und Funktionsweisen von „intelligenter“ Kleidung: der clevere Handschuh, der im Labor Leben rettet, der Sauerstoff messende Feuerwehranzug oder der Gürtel, der seinen Träger auf einen krummen Rücken aufmerksam macht. Was es mit digitaler Ergonomie auf sich hat und wie Licht das Wohlbefinden am Schreibtisch beeinflusst, stellt die in Teilen interaktive Ausstellung vor. Spielerisch können die Besucher mit der Sensor-Kamera virtuelle Welten erleben. Oder sie erfahren, ob Datenbrillen die Arbeit erleichtern – und können es in der DASA gleich selbst ausprobieren.

Interessierte Gruppen und Schulklassen ab Jahrgangsstufe 8 können sich in einer knappen Stunde der intelligenten Technik in der DASA nähern: Selbständig oder in einer kombinierten Führung durch die „Schöne schlaue Arbeitswelt“ sowie die das Museum Baruther Glashütte erleben sie die „Ambient Intelligence“.

Die „Schöne schlaue Arbeitswelt“ steht vom 1. Juli bis 17. September 2017 Ausstellungshaus des Museum Baruther Glashütte. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist im Museumseintritt (Standard: 5,50 EUR) inbegriffen. Der direkte Zugang zur Sonderausstellung ist gegen einen freiwilligen Eintritt möglich. Für Führungen ist eine Anmeldung beim Besuchsservice des Museum Baruther Glashütte unter der Rufnummer 033704/980914 oder per E-Mail (goes@museumsdorf-glashuette.de) erforderlich.

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